Archiv für den Monat Juni 2009

Wieder Mal ein geniales Comic von Explosm. Ich sollte mir mal so langsam überlegen, ob ich für die Bilder eine eigene Kategorie aufmache. ;)

Cyanide and Happiness, a daily webcomic
Cyanide & Happiness @ Explosm.net

Die Deutsche Welle hat eine wirklich sehr gute Animation über die innerdeutsche Grenzen zu Zeiten der DDR veröffentlicht. Wirklich sehr sehenswert...


(YouTube Direktlink)

via netzpolitik

Ok... mir fällt gerade nicht wirklich eine originelle Einleitung für das Folgende ein. Kein guter Vergleich. Keine Anekdote. Kein Witz. Nichts dergleichen. Also einfach so:

Ein Google Mitarbeiter hat auf der Straße Passanten gefragt, was denn ein Browser ist. Wo ist der Unterschied zwischen einem Browser und Google? Kaum zu glauben - viele konnten keine korrekte Antwort geben.


(YouTube Direktlink)

via webthreads

Hier habe ich ein kleines Snippet gefunden, wie man mit Java einen Screenshot des Desktops machen kann und mal ein klein wenig abgewandelt:

package test;

import java.awt.AWTException;
import java.awt.Rectangle;
import java.awt.Robot;
import java.awt.Toolkit;
import java.awt.image.BufferedImage;
import java.io.File;
import java.io.IOException;
import javax.imageio.ImageIO;

public class Main {

    public static void main(String[] args) {
        try {
            Robot theRobot = new Robot();
            Rectangle theRectangle = new Rectangle(Toolkit.getDefaultToolkit().getScreenSize());
            BufferedImage theBufferedImage = theRobot.createScreenCapture(theRectangle);
            ImageIO.write(theBufferedImage, "png", new File("/home/rtauchnitz/blubb.png"));
        } catch (AWTException e) {
            e.printStackTrace();
        } catch (IOException e) {
            e.printStackTrace();
        }
    }

}

Aber irgendwie hat das kleine Programm ein Problem mit KDE. Teile des Bildschirms wollte es nämlich nicht mit ins Bild packen...

Ich glaube mittlerweile fühle ich mich in der Lage einen einigermaßen qualifizierten Bericht über das diesjährige Hurricane zu geben. Und nein - das bezieht sich nicht auf den Alkoholpegel, sondern weil man ja auch ab und an ein klein wenig braucht um Eindrücke zu verarbeiten. ;)

Eine Planung in Bezug auf das Hurricane gab es quasi so gut wie gar nicht. Dienstag habe ich ein paar Details erfahren, Donnerstag waren wir einkaufen und Freitag ging es dann los. Wir waren anfangs eine Truppe von fünf Mann, von denen ich einen recht gut kannte und einen flüchtig. Die Fahrt an sich verlief ohne Probleme, es gab nur ab und an kleine Staus. Der erste Schock war denn der Parkplatz. Maximale Entfernung zum Zeltplatz und zwei Autos voll. Was ein Spaß. Nach etwa 200 Metern hat es dann auch angefangen zu regnen, so dass ich schon mal vollkommen nass war. Also Notfallponchos raus und weiter tragen. Schwer war es trotzdem. Also noch jemanden von der Bollerwagenmafia engagiert und Sachen fahren lassen. Man gönnt sich ja sonst nix. ;) Irgendwann gab es die lila Bändchen, mir mussten weiter unser Camp finden (aus unserer Truppe kannte jemand noch welche, die uns was frei gehalten haben) und nach dem Ankommen hat es auch schon wieder geregnet. Glücklicherweise waren die Pavillons nicht windschnittig, so dass wir die erstmal festhalten durften.

Irgendwann ging es dann zur Musik. Unsere erste Band waren Johnossi - eine mir unbekannte Band, aber lustig war es trotzdem. Dann ging es schließlich nach ganz vorne. Bei den Sounds wurde dann so richtig gefeiert. The Editors haben mir nicht sooo gut gefallen. Die Musik war zwar recht gut, aber irgendwie hat der Sänger mit seiner Stimme alles kaputt gemacht. Und recht ruhig war es auch. Dann folgten Franz Ferdinand. Und es war der Hammer. Ich hatte zwar nach den ersten 30 Sekunden des ersten Liedes meine Leute verloren, aber das macht ja nix. ;) Schlussendlich haben wir die erste Reihe wieder verlassen und haben und Kings of Leon von weiter hinten angehört. Der Sound, die Kulisse war zwar geil, aber irgendwie haben sie auch leicht lustlos gewirkt. Aber gut ? gibt schlimmeres. Den Tag abgeschlossen hat ein Besuch bei Kraftwerk, was mich enttäuschte. Vier Mann, die einfach nur auf der Bühne stehen. Lahm. Keine Action und nix. Da wir bei Culcha Candela nicht mehr rein gekommen sind, haben wir uns dann auch auf den Rückweg gemacht und sind nach einem kleinen Abstecher ins Titty Twister wieder zum Zelt gegangen.

Samstagmorgen war ich froh, dass ich mir zum Schlafen die Ohrenstöpsel rein gemacht habe. Ich glaube sonst hätte ich gar nicht geschlafen. So wie die Leute neben uns, die irgendwie die ganze Nacht Musik gespielt haben? Unsere erste Band waren die Blood Red Shoes, die mir sehr gut gefallen haben. Und dann reichen auch mal drei Mann um einen Pogo anzufangen. Auf einmal ist die Meute dann doch groß genug. Es kann nur Angst machen, wenn dann auf einmal ein 2,05m großer Mann bulliger Statur und mit Stahlkappenschuhen in die Menge rein kommt und mit macht. Mit allem, was er hat. Aber da muss man dann wohl durch. ;) Zu den Wombats ging es wieder nach ganz vorne, was nicht hätte sein müssen. Gute Musik, aber nichts zum feiern. Außerdem hab ich mich in dem Publikum alt gefühlt? SKA-P hab ich mir dann auch noch angehört. Die Musik war nicht ganz so meins, aber dafür war die Show umso besser. Ich glaube keiner hat sich öfter umgezogen. Gut - auf die nackten Ärsche hätte ich verzichten können, aber wat soll?s. Der restliche Abend wurde leider fast komplett im Camp verbracht, was ich schade fand, denn ich hätte mir schon noch gerne das ein oder andere angehört. Aber alleine gehen fand ich dann auch nicht so toll. Also erst wieder zu Tomte in das brütend warme Zelt. Von Nick Cave hab ich dann auch noch zwei Lieder gesehen? Danach wieder kurz ins Titty Twister, dann einem Bollerwagen mit Musik übern Zeltplatz gefolgt und schlafen gegangen.

Am Sonntag wurde dann erst einmal aufgeräumt, zusammen gepackt und Sachen weg getragen. Zwischendurch noch gewundert, wieso eine Menge von knapp 200 Leuten so laut sind auf dem Zeltplatz. Sie haben dem Finale der Weltmeisterschaft im Dingeskirchen zugeguckt (ich würd ja gern den Namen eintragen, weiß aber nicht wie es heißt ? zwei Teams gegenüber, die versuchen eine Flasche in der Mitte zu treffen und wenn sie treffen, trinken). War schon interessant anzugucken. ;) Der Weg zurück war lang und hart, aber nichts, was man nicht schaffen könnte. Und am Auto angekommen frönten wir dann der eine kleine Weile der elektronischen Musik, was auch mal ganz angenehm sein kann. Zurück zu Keane, danach Fettes Brot angeguckt (das beste Konzert, was ich von denen gesehen habe und auch das beste auf dem Festival) und letztlich noch die Ärzte. Und die waren schon geil. Super Publikum integriert und die Stimmung war gut. Danach ging es nach Hause und nach einer langen Dusche ab ins Bettchen.

Die drei Tage waren also genial. Viel Spaß gehabt, super Leute getroffen, kaum was Negatives. Wobei ich es schon schwach finde, wenn vor der Hauptbühne die Leinwände ausfallen oder irgendwelcher anderer Kram gezeigt wird. Auch hab ich persönlich wenig Stress mitbekommen und Diebstahl war jetzt auch nicht so doll, wie anfangs befürchtet (zwei Stühle aus unserem Camp, beim Nachbarn war es ein Grill ? wobei das wohl auch anders war, wie man in ein paar Foren lesen kann). Also Fazit: Wetter ging so (man konnte nach dem Regen die Uhr stellen), Musik größtenteils gut, Leute super. Nächstes Jahr wieder. ;)

Jepp. Berlin is calling. Also nicht für mich. "Berlin Calling" ist der Titel eines Filmes, welchen ich am Samstag im Kino gesehen habe. Wusste ich anfangs nicht mehr als "ein Film über zwei DJs, von denen Einer frei dreht", bin ich dann doch mal mitgegangen. Und ich habe es wirklich nicht bereut. Es geht im Prinzip um DJ Ickarus, der ein klein wenig an den Drogen hängen bleibt und in einer Klinik behandelt wird. Rebelliert er erst noch, macht er am Ende doch mit und fertigt sogar sein neues Album während des Entzugs.

Die Geschichte an sich ist nicht die Größte. Der Film an sich ist genial. Das Simple. Das Wahre. Der Soundtrack. Zum Ende ein klein wenig lang gezogen, aber vertretbar. Also - Angucken!

Jon Krakauer schreibt in "In die Wildnis: Allein nach Alaska" über Christopher McCandles, der eigentlich eine recht rosige Zukunft hat. Er hat ne gute College-Ausbildung, ist gebildet, umgänglich und materiell auch nicht gerade schlecht gestellt. Trotzdem möchte er erstmal einen Trip in die Einsamkeit machen, wo er letztlich alleine in einem vergammelten Bus stirbt. Was hat ihn dazu gebracht, wieso ist er letztlich nicht wieder nach Hause und wie ist er am Ende gestorben.

Das Buch ist wirklich sehr gut geschrieben. Es wirkt durch die Tatsache, dass der Autor selber einen solchen Trip gemacht hat besonders authentisch. Es ist an manchen Stellen etwas langatmig und wieder an anderen Stellen hätte ich mir mehr Details gewünscht, was letztlich jedoch schwer möglich war, da ja viel auf die Tagebucheinträge von Chris baute. Was ich auch noch gut gefunden hätte wären Kameraaufnahmen des Protagonisten, die hätten dem Ganzen sicher noch mehr Tiefe verliehen. Aber Alles in Allem ein sehr gutes Buch.

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