Kategorie: Buchempfehlungen

"UML 2.0 - Das umfassende Handbuch" von Christoph Kecher habe ich hier seit knapp vier Jahren in einer fünf Jahre alten Ausgabe liegen. Ich habe es bislang nie geschafft mich ernsthaft dem Buch zu widmen. Das lag nicht zuletzt daran, dass ich UML immer nur sporadisch und nie in einer sonderlich ausgeprägten Form genutzt habe / nutzen musste. Als ich dann vor Kurzem an meine Grenzen gestoßen bin habe ich das doch noch mal zum Anlass genommen und mir das Buch zu Gemüte geführt.

Die einzelnen Diagrammtypen werden doch recht ausführlich behandelt und ausgiebig beschrieben. An den Codebeispielen hätte man meiner Meinung nach sparen können - da hätte eine Programmiersprache gereicht. Nett fand ich die "Irrungen und Wirrungen" (was kann ich falsch machen) und die einzelnen Zusammenfassungen.

Ich habe jetzt auf jeden Fall das Gefühl UML ein klein wenig besser zu kennen / zu beherrschen. Letztlich muss ich nur noch sehen, dass ich das Ganze in die Praxis umsetzen kann.

"Künstliche Intelligenz" ist ein Lehr- und Übungsbuch von Uwe Lämmel und Jürgen Cleve. Nach einer Einführung in die künstliche Intelligenz geht es um die Darstellung und Verarbeitung von Wissen und der Problemlösung mittels Suche. Weiter geht es mit einer Einführung in die Programmiersprache Prolog, neuronalen Netzen und dem Wettbewerbslernen. Abschließend behandelt das Buch autoassoziative Netze und nochmal um die Entwicklung neuronaler Netze. Das Thema ist also durchaus komplex, wenn man das Buch durch hat, hat man jedoch einen guten Einblick in das Ganze.

Das Buch eignet - und das kann ich leider aus eigener Erfahrung sagen - eher weniger zum "Nebenbei"-Lesen. Ich habe es immer in der Bahn gelesen und irgendwie bin ich darüber nicht sooo glücklich. Ich werde das Buch auf jeden Fall noch einmal lesen, um auch wirklich alles richtig zu verstehen und zu vetiefen. Außerdem kann ich dann auch die enthaltenen Übungen machen und die Beispiele noch besser nachvollziehen.

Das Buch ist also eine ganz klare Empfehlung für jeden, der sich in das Thema einarbeiten will.

Bereits vor einer kleinen Weile habe ich drüben bei MAWSpitau Interesse an "Als ich ein kleiner Junge war" von Erich Kästner gefunden. Kästner beschreibt seine Kindheit und Teile der Jugend in Dresden. Wobei es auch immer wieder Ausflüge in die Zeit davor und danach gibt.

Das, was er beschreibt war jetzt - zumindest aus meiner Sicht - nicht unbedingt was Besonderes und könnte bestimmt auch die Jugend von einem anderem - weniger bekannten - Jungen beschreiben. Das Besondere für den Leser ist halt außerdem, dass er die Zeit selber wohl nicht erlebt hat. Weiterhin außergewöhnlich ist wohl der Schreibstil. Ich habe selten ein Buch in den Händen gehalten, welches so leicht zu lesen war.

Noch vor ein paar Jahren hätte ich so ein Buch wohl kaum freiwillig angefasst. Geschweige denn gelesen. "Eine kurze Geschichte von fast allem" klärt die wohl fundamentalsten Fragen rund ums Weltall, die Erde und das Leben. Und das schafft Bill Bryson in einer Art und Weise die wirklich einmalig ist. Das Buch war an keiner Stelle langweilig (Eine Ausnahme gibt es - ein Kapitel musste ich überspringen, da es so überhaupt nicht meins war. Und fast hätte ich das Buch wegen diesem Kapitel komplett weg gelegt...), immer verständlich geschrieben und letztlich sehr gut zu lesen.

Das Buch ist also eine ganz klare Empfehlung. Ein bisschen naturwissenschaftliches Interesse sollte jedoch vorhanden sein.

Nach "Obsession" mein zweites Buch von Simon Beckett - "Flammenbrut" handelt von Kate Powell, der zu ihrem Glück eigentlich nur noch ein Baby fehlt. Wäre ja kein Problem - wenn es da den passenden Mann gäbe. Also schaltet sie eine Annonce in einer Zeitschrift um so einen Samenspender zu finden. Der perfekte Kandidat scheint Alex zu sein.

Das Buch ist wirklich spannend, wenn auch leider ein klein wenig vorhersehbar. Und von der Spannung her reicht es nicht ganz an Obsession ran (Flammenbrut ist vor Obsession entstanden), aber dennoch kann ich das Buch echt empfehlen.

"Wer's glaubt, wird selig" von Dieter Nuhr habe ich geschenkt bekommen. Sonst hätte ich es wohl nicht gelesen. Und im Nachhinein muss ich sagen, dass ich es auch nicht unbedingt hätte lesen müssen..

Worum gehts? Im Prinzip um den Menschen und woran es so alles glaubt. Und das das alles (größtenteils) Schwachsinn ist. Zumindest aus Sicht des Autors. Unterlegt mit ein paar Bildern liest sich das Buch zwar recht gut und schnell, aber irgendwie hat was gefehlt. Vielleicht bin ich nicht der Mensch für gelesenen Witz (ich habe in der Tat eher an wenigen Stellen "gelacht") oder es war einfach nur nicht mein Thema. Das Buch war einfach nicht mein Ding...

Das Buch "Geheime Botschaften" von Simon Singh trägt den Untertitel "Die Kunst der Verschlüsselung von der Antike bis in die Zeiten des Internets" und gibt im Prinzip einen kleinen Überblick über die Entwicklung der Verschlüsselung. Angefangen bei einfachen Geheimschriften bis hin zur Möglichkeit, die Quantencomputer geben. Die einzelnen Verfahren sind gut beschrieben und mit historischen Fakten hinterlegt. Dabei ist das Buch stets gut und leicht zu lesen (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Das Buch hat meiner Meinung nach nur einen Nachteil - es ist schon knapp zehn Jahre alt. Dadurch fehlen logischerweise die Entwicklungen der eben diesen Jahre. Allgemein hat man den Eindruck, das die jüngere Zeit etwas zu kurz geraten ist.

Also - eine klare Empfehlung an all jene, die sich für die Geschichte der Kryptographie interessieren und kein Problem damit haben von seinen Kollegen als Nerd bezeichnet zu werden. ;)

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